Galileo Big Pictures 2011: 50+ extreme Kurzgeschichten!
Gepostet von Seba Canel am 18.04.2011
Am Samstag zeigte uns ProSieben Moderator Aiman Abdallah, mit fünfzig (eigentlich waren es sogar ein paar mehr) extremen Bildern die Welt, wie sie ist oder gelegentlich ausschaut. Er entführte uns in entlegene Orte unserer Sphaere, schilderte uns sonderliche Begebenheiten einiger Kulturen und demonstrierte einmal interessante zeitgenössische Rekorde aus dem (fast) Normalen Leben. Sei es ein Rollstuhlfahrer, der sich von seinem Zwangs-Vehikel nicht unterkriegen lässt und trotzdem auf Rekordjagd geht; ein Flip-Schiff das sich mitten auf dem Meer um 90 Grad drehen kann; der größte Hund, das luxuriöseste und höchste Privathaus oder die wahrscheinlich längste Praline der Welt größte – gemessen an der Kopfzahl – Familie des Planeten.
Abdallah zeigte uns meist toll recherchierte Geschichten aus dem Alltag, dem nicht ganz normalen – oder besser gesagt dem total extremen und übersptitzen Leben. Ob wissenschaftlich einzigartig, menschlich kurios, emotionalgeladen oder einfach nur “nice to know”. Galileo hat es uns am vergangenen Samstag mit vielen kleinen Kurzgeschichten einmal mehr so richtig besorgt und für ein umhertollendes Synapsen-Festival gesorgt:
Militär Camps für Kinder
In Russland gibt es Boot Camps. Soweit sicherlich nichts ungewöhnliches: Die Dinger gibt´s ja überall und gelten als “sowas wie Drillzonen, wo man dem einen oder anderen Pflegefall und Satansbraten den Teufel austreibt”. Über den Sinn und Nutzen von solchen Camps lässt sich sicherlich streiten.
Zurück zu den Camps in Russland: Der Unterschied von deren Camps zu jenen Bootlagern ist schlicht und einfach, dass dort Kids die “Hauptprotagonisten” sind. Jetzt keine Jugendlichen, sondern 10 Jahre alte Spatzen, denen von Ihren Drillern sprichwörtlich die Hölle heiß gemacht und mal ordentlich in den Arsch getreten wird. Das geilste aber: Die Kids bekommen auch noch echte Waffen in die Hand gedrückt, unda absolvieren dann Manöver, wie richtige Soldaten. Unter ähnlichen bedingungen! Sinn und Zweck des ganzen ist, die leicht beeinflussbaren Kids geil aus Militärwesen zu machen, und Ihren Nationalstolz zu stärken: Schließlich ist ein Krieg ja ausgeschlossen. Reale Bedrohungen (wird den Kids eingetrichtert) sind die USA und Staaten aus dem Osten. Zu allem Überfluß sind diese schweineteuren “Kinder-Camps” auch noch der letzte Schrei in Russland. Ja Jipijajey Ihr Schweinbacken! (Platz 47)
Kamera am Kopf
Ein Exil Iraker hat sich eine Metall Platte an den Hinterkopf “implantieren” lassen. Oder eigentlich stimmt das nicht so ganz: Vielmehr ist das stählerne Gedönnes nur eine “Halterung”, auf die sich eine Kamera anbringen lässt. Und diese widerum schießt Bilder im Sekundentakt, welche letzten Endes auf einem Server im Netz landen. Die Idee dahinter: “Das zu sehen, was sich hinter einem abspielt. Wie ein Drittes Auge.” – Am genialsten war wohl der Kommentar des Egozentrikers: “Ich hätte nie gedacht, dass das so weh tut” (also sich die Platte auf den Kopf montieren zu lassen.
Tolle Idee, mit der man sofort weiss, wenn irgendein Freund hinter dem Rücken lästert – aber ehrlich gesagt, hätte ein auf-und-absetzbares Basecap mit drangetackerter Mini-Kamera seinen Zweck auch erfüllt. Der Iraker wird sich wohl einfach gefragt haben: “Komme ich jetzt ins Fernsehen?” Ja!
Auf was für Ideen manch ein Kerl kommt, nur um seine fünfzehn Minuten Ruhm zu bekommen!
Kartenhaus
Der gerlernte Diplom Architekt Brian Berg baut leidenschaftlich Kartenhäuser, und sorgt regelmässig für neue Rekorde. Isoliert und wind geschützt in einer überdimensional großen Glas-Vitrine hatte er kürzlich mit seinen flinken Fingerchen 218.797 Karten so an-, neben- und übereinander gelegt, so dass sie einen 10 Meter langen und drei Meter hohen, detailgetreuen Nachbau des Venice Resort in Macau ergaben.
Nach Fertigstellung und 10 tägiger Standzeit musste Berg sein Kunstwerk – so schade es auch sein mag – wieder zerstören. Warum? Nachher hätte der Gutste Kartenleger geschummelt gehabt, und die Karten mit UHU-flinke Flasche oder TESAFILM aneinandergeheftet.
Körper Tattoo
Felipe Alvarez hat sich aus Liebe zu seinem Verein Athletico Nacional, seinen kompletten Oberkörper mit deren Trikot tätowieren lassen. Hört sich nicht nur schmerzlich an, da hatte Felipe sicherlich derbst auf die Zähne beißen müssen.
Hinter dem ganzen gibt´s allerdings noch eine weitere Story: Alvarez wollte mit diesem Tattoo auch einem ganz großen Fussballer Gedenken, Andrés Escobar, National- und Abwehrspieler Kolumbiens, der sich im WM-Vorrundenspiel einen tödlichen Fauxpas leistete: Ein Eigentor, dass das Ausscheiden des fussballverrückten Landes in der Vorrunde besiegelte. Wenige Tage später, am 2. Juli 1994, wurde Andrés Escobar vor einer Bar in Medellín mit sechs Schüssen getötet. Rest in Peace!
Bad Dad
Der kleine Bursche, der da waagerecht an der Stange hängt ist keine 10 Jahre alt, aber verdammt stark, wie man sieht. Und eigentlich hat der Spatz auch schon zwei Weltrekorde aufgestellt. Eigentlich – denn Guinness World Records hat diese kurzerhand wieder aberkannt. Der Grund: Der Vater des Jungen hat ein so dermaßen heftiges Trainingsprogramm aufgestellt, dass auf keine Kuhhaut geht – und für Jungs in so jungem Alter einer körperlichen Misshandlung gleicht, wenn man den Bericht “kurz interpretiert”. Damit wollte Guinness World Records nicht zu tuen haben, und will des Vaters Ambitionen (der im übrigen ein einst erfolgloser Boxer gewesen war) nicht unterstützen. Denn wie es scheint, projeziert der seine so sehnlichst gewünschten aber nie erreichten Erfolge auf sein kids, und drillt die bis zum erbrechen ..
So, jetzt seid Ihr dran: Welche Geschichten sind bei Euch hängen geblieben? Welche Bilder fandet Ihr besonders imposant und faszinierend? Und welches “Big Picture” ging ja mal so gar nicht? Ab mit Eurer Meinung in die Comments!
Galileo Big Pictures: Die extremsten Bilder der Welt, lässt sich in voller Länge noch für die nächste Zeit auf ProSieben.de online sehen.
Tags: Meinungen, Galileo, Galileo Big Pictures, Galileo Big Pictures Extreme
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Tanja

