Monk – 9. Staffel – R.I.P.
Gepostet von Seba Canel am 27.10.2010
“Born July 12, 2002 – December 4, 2009. Status: Dead.”
Ehrlich gesagt, weiss ich diesmal nicht so recht, wie ich den fortlaufenden Text aufsetzen und wo ich beginnen soll, weil … mmh … ich weiss es einfach nicht. Fangen wir einfach mal mit ein paar harten Fakten an. Am 12. Juli 2002 war Andy Breckman´s Idee erstmal im US-Fernsehen zu sehen. Die Idee des Monk. Von Adrian Monk. Dem Mann mit den unzähligen Phobien. Der Mann, der einerseits, sehr, sehr eigen war – andererseits eben wegen seiner Eigenheit, äusserst genial.
Randy Newman – It’s A Jungle Out There
125 Episoden lang verfolgten wir Zuscher sein Schicksal. Sein Dilemma. Beginnend mit dem Verlust seiner heissgelieben Trudy, einer der wenigen Frauen, die Adrian verstanden haben und Ihn so geliebt haben wie er war. Und es war auch dieses tragische Erlebenis, dass Monk die ganze Zeit über – die ganzen achte Staffeln – über quälen sollte. Wer hat Trudy auf dem gewissen gehabt? Wer hat Sie umgebracht? Und vor allem warum? Trudy war doch so eine Liebe.
Was folgte, waren die vielleicht schlimmsten drei Jahre seines ohnehin schwer-lebenswerten Lebens. Seine schon vorhandenen Macken und Phobien verschlimmerten sich. Seine Psychosen steigerten sich ins unermessliche, und drei Jahre lang machte er keinen Schritt vor die Tür. Mit Folgen. Er wurde aus dem Polizeidienst des San Francisco Police Department entlassen.
Für unseren Hauptprotagonisten Adrian Monk war dieser Verlust, das Ende seines Lebens. Zumindest dürfte sich das so angefühlt haben. Für uns Zuschauer war es der Beginn einer acht-lange-Jahre währenden Fernsehserie. Eine Serie, die manchmal schmunzelnswert aber manchmal auch schockierend ernst war, wenn man mehr drüber nachdenkt, wie schwer doch ein “normales” Leben für Menschen mit Phobien ist. Und lasst es Euch gesagt sein, es ist nicht einfach. Wirklich nicht. In Deutschland leben etwa eine Millionen Menschen mit Phobien (hoffe die Zahl stimmt so). Zwar haben deren Zwänge nicht solche extremen Ausmasse wie bei Adrian, doch man spricht von Phobien. Und der Alltag ist manchmal gar nicht so leicht zu bewältigen.
Psych-Promo-Psych and Monk Cheetos
Ich bin zwar kein Psychologe, aber Mensch und irgendwie – wenn ich so drüber nachdenke – glaube ich behaupten zu können, sas die Serie “Monk”, irgendwie auch was Menschlich-lehrendes hat. Nein. Ich mein jetzt nicht dass wir alle zu Criminal Minds werden oder so, unsere Hände zu rechtecken-formend durch einen Raum spazieren und sofort sagen können: “Es lief so ab ..” – Vielmehr jenen geraden erwähnten Aspekt. Den Menschlichen. Den verstehenden. Den verständlichen.
Auch wenn Fernsehen und Serien “fiktiv” sind, und gewiss nicht die Realität widerspiegeln, nicht einmal selbsternannte Reality Dokus – so ist doch eines geblieben: Argh. es fällt mir jetzt schwer, die passenden Worte zu finden – aber ich versuch´s mal, was ich meine ist das: “Wir sehen einen Zwangsneurotiker der Superlative. Einen wie es Ihn in der Realität wohl nicht, oder wenn nur sehr, sehr selten geben würde. Aber mit der Zeit lernen wir diese fiktive Figur kennen. Seine Stärken und Schwächen. Was er mag, was nicht. Wie er reagiert, wenn .. etc.
Nehmen wir mal an, es stecke nur ein Fünkchen Wahrheit in der Darstellung des Monks. So haben wir doch als Zuschauer gelernt, wie man mit “Monk” – nächstenliebemässig – “umgehen” kann-muss-sollte, falls man Ihn (bzw. einen anderen an Phobien-Leidenden Menschen) im realen Leben treffen würde, damit alle glücklich sind. Die Serie Monk ist also irgendwie Ausnahme-Menschenverständlichmässig, oder wie man das nun auch nennen mag. Versteht Ihr was ich sagen möchte? Ich hoffe es .. weil besser weiss ich auch nicht, wie ich es ausdrücken kann ..
Monk Series Finale FInal episode
P.S. – Das die US-Serie Monk, nicht nur im Fernsehen und bei uns Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, sondern auch beim Hauptdarsteller Tony Stalhoub hinterlassen hatte, dokumentierte ein kürzlicher Artikel aus der P.M.: “Dank “Monk” untersucht Tony Stalhoub vor jedem Essen das Besteck in einem Restaurant”
Tags: Eingestellt, Monk, R.I.P.
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