Spartacus: Gods of the Arena – 1. Staffel – Kritik

Gepostet von Seba Canel am 01.03.2011

Habt Ihr schon mal einen Römer auf einer öffentlichen Toilette seinen Stuhlgang verrichten sehen? Nein? Dann passt mal auf …

Originaltitel: Spartacus: Gods of the Arena
Genre: Action, Abenteuer, Biographie, Drama, Geschichte
Season: Staffel 1 – Episode 1 bis 6 (Miniserie)
Schöpfer: Steven S. DeKnight
Darsteller: Dustin Clare, Lucy Lawless, John Hannah, Peter Mensah, Manu Bennett
TV Premiere: 21. Januar 2011 auf STARZ

(IMDb User Rating)
(Seba)

Kurzkritik:

Die Miniserie “Spartacus: Gods of the Arena” war als übergangslösung gedacht, als bekannt geworden war, wie es um die Gesundheit des “Spartacus” Darstellers Andy Whitfield bestellt ist. Eine zweite Staffel von “Blood and Sand” verzögerte sich, also dachte man beim US-Sender STARZ: “Hey, machen wir doch solange eine Miniserie. Ein Prequel. Damit die Zuschauer nicht die Lust an den animalisch anmutenden Gladiatoren, den ‘Hollywood’ Stars der römischen Zeit verlieren.”

Aber “Gods of the Arena” ist vielmehr als das, vielmehr als eine Übergangslösung, und das obgleich die Miniserie nur sechs Episoden umfasst. “Gods of the Arena” ist Sex, Lügen, Leidenschaft und Verrat und Sie erklärt uns die ganze Vorgeschichte der Protagonisten, die wir aus “Blood and Sand” kennen.

Macht, Gier, Mut, Ehre, Tapferkeit, Neid, Abschaum, Intriganz, Kampf und Blutlust in der Arena, sind da nur einige von vielen erwähnenswerten Facetten, die in diesen sechs Stunden Entertainment fokussierterweise abgehandelt werden.

God of the Arena ist sogar mehr, als der übliche Drang nach klirrenden Schwertern, sich in Blutlarchen windenden Gladiatoren auf dem harten, sandigen, von Niederlagen rot gefärbten Boden in den Arenen von Capua, wo ein falscher Schritt, Tritt oder Schlag über Leben und Tod entschieden hat. Ja. Vielmehr als das.

Die Geschichte der Miniserie beginnt fünf Jahre vor “Blood and Sand”, zu einer Zeit, da noch kein Spartacus im Ludus von Batiatus zugegen war und der Champion noch Gannicus hies. Oenomaus war noch kein Doctore, sondern ein bewährter Gladiator, der die Lust an der Schlacht im Mittelpunkt einer jubelnden Menschenmeute noch nicht verloren hatte, und Crixus nur ein einfacher Sklave, der sich erstmals beweisen musste.

Falls Du den Trailer zu “Spartacus: Gods of the Arena” noch nicht gesehen hast, hier noch einmal:

(Youtube)

Von Zeit zu Zeit erfahren wir Zuschauer, was sich im Ludus vor der Aera Spartacus abgespielt hat. Wir erfahren mehr von Oenomaus seiner Frau, die unglücklich Ihr Leben lassen musste. Wir sehen, wie Crixus sich vom “Stück scheisse” in die Brotherhood kämpft, wir erfahren, wie Ashur seinen Blutsbruder verraten hat, wie es zu seiner Verletzung am Bein gekommen war, die Ihn davon abgehalten hat, je wieder den Sand der Arena schmecken zu dürfen und zu Crixus Feind, Batiatus Freund und eine richtig miese Ratte in “Blood and Sand” zu werden.

Das aller andersartige zu Blood and Sand, und der grösste Unterschied wird aber sein, dass die Rollen Verteilung – Gut und Böse – in der Miniserie “Gods of the Arena” anfangs eine ganz andere ist, und erst mit dem Finale der Miniserie, die schemenhaft dahinsiechende Handlung aufgeklärt, gelüftet und Licht ins Dunkle gebracht wird. Das bezieht sich so ziemlich auf alle Charaktere, angefangen beim Dominus Batiatus und seiner Domina Lurcretia, bis hin zu den “Göttern der Arenen” selber.

Direkt in den ersten zwei Episoden, habe ich mich manchmal dabei erwischt, mit Batiatus, dem Besitzer der Gladiatorenschule (oder eigentlich gehört Sie ja Titus, Batiatus´ Vater; den aber ein böses Schicksal ereilen wird, wie man sich denken kann, da in “Blood and Sand” keine Spur von Ihm ist;) mizufiebern. Auf seiner Seite zu stehen, wenn er versucht, sich im Dickicht aus Intrigen und Machtspielchen der Reichen und Mächtigen von Capua einen Platz an der Sonne zu angeln und dafür teuer bezahlen muss: Mit Hieben, Tritten und einer vollen Dröhnung Urin mitten ins Gesicht.

Ach ja, das wohl allergeilste und definitiv erwähnenswerte kommt direkt in der ersten Folge auf uns zu: Habt Ihr schon mal einen Römer auf einer öffentlichen Toilette seinen Stuhlgang verrichten sehen? Nein? Dann passt mal auf: Ich hab die Szene bestimmt dreimal (oder mehr) gesehen – da haben die Römer sich doch wahrscheinlich echt (weiss der Geier, ob das damals genauso abgelaufen ist) mit einer Klobürste den Hintern abgewischt, nachdem Sie sich auf einen von allen Bürgern der Stadt vollgepissten “Pot” gesetzt haben um dort einen abzuseilen. Muss man echt gesehen haben, lässt sich nur schwer beschreiben.

Toll ist auch die Besetzung der Gastdarsteller, oder jener Personen, die wir noch nicht aus Blood and Sand kannten. Angefangen bei dem Champion von Capua, Gannicus, dessen Rolle mit Dustin Clare wirklich klasse besetzt ist, bis hin zu Gaia, einer sexsüchtigen Freundin von Lucretia, die von Jaime Murray (Hauptrolle in der BBC Serie “Hustle“) geschauspielert wird.


Tags: Action, Drama, Editor Picks, Meinungen, Schwerter und Sandalen, , ,



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  • http://www.deutsche-kinderhilfe.eu/ MeinPseudonym

    Allerdings sehenswert… Werde mir diese Mini-Serie wohl dieses Wochenende zu Gemüte führen! Danke für den tollen Hinweis… Schon wieder :)

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