Tatort – Lohn der Arbeit – Buzz

Gepostet von Seba Canel am 28.08.2011

Der Mord an einem Bauunternehmer, Schwarzarbeit und ein humpelnder Kommissar Eisner (Harald Krassnitzer). Das sind die Zutaten des neuen Österreichischen Tatort Lohn der Arbeit, dessen Rezeptliste sich noch um den einen oder anderen Mordverdächtigen ergänzen lässt. Die einen sprechen hier von einer guten Mischung, gelungen Ansätzen, die allerdings nicht zu Ende gedacht werden, und (k)einem überraschenden Ende. Wer aufpasst, und den Columbo in sich hat, der wird den Mörder kennen, bevor Eisner das erste mal seinen Stock schwingen kann. Was die anderen sagen, im Medienecho zum neuen Tatort, nach dem Jump.

«Die ganze Zeit haben wir Täter, die ich nicht erwischen will.» (Moritz Eisner)

Medienecho:

(Bis Montag werden wir hier regelmässig neue Kritiken einfügen. Tipp für uns? Dann ab damit in die Comments!)

Tilmann P. Gangloff: “Gemessen an den letzten ORF-Krimis, die in ihrer Mischung aus Spannung und Humor äußerst kurzweilige Unterhaltung boten, ist “Lohn der Arbeit” (Regie: Erich Hörtnagl) wieder ein Schritt zurück, zumal Pfurtscheller als Kollege, der hier permanent mit seiner dementen Mutter telefonieren muss, weit weniger witziger ist als Bibi Fellner. Und wer anfangs aufpasst, weiß schon früh, wer der Täter ist.” [Evangelisch]

Sigurd Schwager: “Weil Krassnitzer im richtigen Leben einen Sehnenriss hatte, muss Eisner im Film auf Krücken humpeln. Das passt irgendwie zu diesem grundsoliden Krimi, denn es gab schon schwungvollere.” [Thüringer Allgemeine]

Rebecca Müller: “Kurzum: Dieser Tatort ist durchaus spannend und hat sogar ein überraschendes Ende. Allerdings sollte man sich auf eine emotionale Talfahrt vorbereiten. Schade, aus der dramatischen Story hätte man mehr herausholen können.” [Stuttgarter Zeitung]

Tobias Köberlein: “Lohn der Arbeit böte Stoff genug für einen guten Sozialkrimi. Ein paar Ansätze gibt es, leider sind sie misslungen.” [News.de]

Heinz Zimmermann: “Um es klar zu sagen: Dies ist ein TATORT für alle, die mit schnell geschnittenen Filmen nicht klarkommen, bei denen man keine Sekunde verpassen darf. Wer noch dazu schöne Landschaftsaufnahmen zu schätzen weiß, hat hier seine perfekte Sonntagabendunterhaltung gefunden.” [Tatort Fundus]

Denise Jeitziner: “Der gestrige «Tatort» drehte sich um eine wahre Geschichte aus dem Milieu von illegalen Bauarbeitern. Schade, peppte man den Krimi mit allerlei Klischees auf.” [Tagesanzeiger]

Dieter Bartetzko: Mit Eisner immer fassungsloser die Vorgänge beobachtend, lernen wir – nach einem zähflüssigen und verwirrenden Anfang – Tirol als Spiegel der Welt kennen, in der wir leben: „Unsere Wirtschaft ist eine Schattenwirtschaft“, heißt es einmal.” [FAZ]

Anna Miller:Dem “Tatort” fehlt es an Tempo und Action. Zwar baut sich ein Erzähl-, aber kein Spannungsbogen auf. Die durchaus gut gedrehten Rückblenden, in denen sich dem Zuschauer die Mordnacht erschließt, sind wenige Ausnahmen, die sich erfrischend in die sonst sehr langwierige Folge mischen. ” [STERN]


Inhalt: Der Mord an dem Bauunternehmer Kogl, welcher über Subunternehmen Schwarzarbeiter beschäftigt hat, gibt Kommissar Eisner (Harald Krassnitzer) Rätsel auf. Die illegale Beschäftigung wurde bei der Finanzbehörde angezeigt, der Subunternehmer ging insolvent, die Schwarzarbeiter – es waren Mazedonier – wurden ohne Bezahlung in ihr Heimatland abgeschoben.

Allerdings ist einer der ehemaligen Schwarzarbeiter mit seinem Vater zurückgekehrt, um den vorenthaltenen Lohn einzutreiben. Doch fällt der Verdacht nicht nur auf diese beiden. Auch der flüchtige Subunternehmer, selbst betrogen vom Großunternehmer, hätte jeden Grund gehabt, Kogl umzubringen. Die Liste Verdächtiger geht allerdings noch weiter: Ein vom Dienst suspendierter Finanzbeamter und ein umtriebiger Aufdeckungsjournalist sind in den Fall ebenso involviert und scheinen verdächtig. Und auch die private Situation des Mordopfers birgt ein weiteres Motiv.

Cast: Moritz Eisner (Harald Krassnitzer), Kriminalkommissar Pfurtscheller (Alexander Mitterer), Cornelia (Hilde Dalik), Markus Feyersinger (George Lenz), Flamur (Mustafa Nadarevic), Helga Brugger (Krista Posch), Hubert (Max von Thun), Dimitar Besad (Branko Tomovic), und andere

Kamera: Duli Georg Diemannsberger
Buch: Felix Mitterer
Regie: Erich Hörtnagl

Tatort “Lohn der Arbeit” (Folge 807) premiert am 28.08.2011 in der ARD.

Der “Tatort” lässt sich nach TV-Premiere auch online schauen.


Tags: Buzz, Features,



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