Wie ‘Sherlock’ seinen Tod im Reichenbach Fall gefake’d hat?!

Gepostet von am 29.05.2012

Als das Series 2 Finale von Sherlock bei der BBC ausgestrahlt war, wurde das Thema im Netz und sicherlich auch in privaten Runden um Gesprächsthema: Wie konnte Sherlock Holmes? Wie konnte er nur springen? Und Gott verdammt, wie konnte er diesen Freifall überleben. Okay, die Antwort ist eigentlich simpel: Er ist wer er ist, Sherlock. Aber wie genau? Sowas wie der Versuch einer Erklärung des vermeintlichen Selbstmord, nach dem Jump.

Roco hatte drüben auf seinem Blog Seriable just in Time eine tolle Spekulation aufgestellt. Über das was geschehen war. Ich find das sehr interessant, und irgendwie vermute ich, daß die “spekulativen” Ereignisse sich so zugetragen haben könnten. Ihr vielleicht auch. Aber lest selber.

Here we go (ins deutsche übersetzt):

Wir alle haben Sherlock springen sehen, doch dürfte kaum Zweifel bestehen, daß Sherlock noch am Leben ist, wo wir Ihn den letzten Momenten der Episode an einem Baum stehend – seinen Freund Watson beim Grab-Besuch beobachtend – sagen. Also, wie hat Holmes den Reichenbach “Fall” überlebt?

Bevor wir zum eingemachten kommen, hier ein paar weniger wahrscheinliche Spekulationen:

1. Watson dachte, er sähe Sherlock in den Tod stürzen, da der smarte Privat-Detektiv seine rechte Hand zuvor mit dem “Paranoia-Toxin” infiziert hat, welches wir noch aus der Episode “The Hounds Of Baskervilles” kennen.

2. Sherlock ist gar nicht gesprungen. Sondern hat den Toten Körper von Moriarty vom Dach geschmissen; am Boden dann wurde Moriarty mit einem Sherlock Double ausgetauscht. Was die Hilfe von Molly, Mycroft oder dem Obdachlosen Netzwerk implizieren würde.

Nun, hier ist das, was Roco denkt (und ich glaub, das ist so genial, das da was wahres dran ist. Riecht förmlich nach einem Sherlock-ischen Genie Streich):

Noch vor dem Treffen mit Moriarty oben auf dem Dach, sahen wir wie Sherlock Molly um Hilfe gebeten hatte (wir wissen aber nicht, um welche “Hilfe”). Bedenkt man allerdings, daß Molly eine ausgebildete Medizinerin ist, dürfte es für Sie eine Kleinigkeit sein, einen Tod vorzutäuschen, insbesondere dann, sollte auch der von Schuldgefühlen geplagte Mycroft ebenso seine Finger da im Spiel haben.

Sherlock, geschockt von Moriarty’s Suizid blieb eigentlich keine andere Wahl, als seinen Plan – seinen eigenen Tod vorzutäuschen – in die Tat umzusetzen. Hätte er es nicht getan, wären all seine wenigen Freunde von Schuß-bereiten Auftragskillern niedergeschossen worden. So herzlos ist der Genius dann auch nicht.

Gut möglich, daß sich der “Fall” so ereignet hat. Die Schlußszene:

Sherlock gab ein herzzerreissendes Abschiedstelefonat ab, so daß Watson davon ausgehen musste, er würde gleich Selbstmord begehen. Ihr erinnert Euch noch an die Worte Sherlock’s, irgendwann früher in der Episode? Man muss jemanden einfach nur eine “nicht-tot-zu-kriegende” Idee in den Kopf setzen, den Rest macht das Hirn von alleine.

Sherlock versichert sich, daß Watson nicht zu Nahe an das Gebäude herankommt, schön auf Distanz bleibt, und so der “Aufprall-Ort” außerhalb seines Blickwinkel ist.

Sherlock springt – nicht allerdings auf den harten Pflasterstein, der Ihm definitiv den Tod gebracht hätte, sondern auf einen zuvor arrangierten Truck (das Dingen mit den Müllsäcken, auf dem Photo oben).

Darauf gelandet, tapezieren Molly/Mycroft ratz fatz sein Gesicht mit Blut, bevor der “Tote” sich selbst auf den vermeintlichen Aufprallort – platziert, während der Truck den größten Teil des Sichtfeldes blockiert.

Just in time, wo das alles abgelaufen ist, wurde Watson von einem Radler angefahren und stürzte zu Boden, so daß er desorientiert und panisch vor Angst um seinen besten Freund zum “Aufprallort” taumelte. Geht einfach mal davon aus, daß der Radfahrer von Sherlock engagiert gewesen ist, einzig und alleine mit dem Ziel: Zeit zu gewinnen. Selbst wenn es nur 5 bis 10 Sekunden gewesen sind. Mehr braucht einer wie Sherlock nicht.

Der Truck (mit Molly/Mycroft) fährt davon. Watson schleppt sich zum “blutverschmierten” Sherlock, der von einer Gruppe Schaulustiger umringt ist. Der “eingefleischte Junggeselle” fasst in dem Wirrwarr den Puls. Als Mediziner müsste er Ihn finden, doch angesichts all der Faktoren, der Panik, Desorientierung und den Passanten dürfte es nicht so einfach sein, den Puls zu spüren. Insbesondere wenn der Gedanke “Sherlock hat gerade vor meinen Augen tatsächlich Selbstmord begangen”, fest mit dem im Hirn umhertollenden Synapsen verankert ist. Tot.

Aber noch einmal 10 Sekunden zurück, und zu den Schaulustigen, die sich relativ zügig um die Leiche von Sherlock versammelt hatten. Zwei Dinge: Die Menschen kamen (nicht) urplötzlich aus Ihren Verstecken, als (der da noch lebende) Moriarty mit Sherlock auf dem Dach über das perfide Märchen-Spiel geplaudert hatte. Moriarty meinte da sowas, wie “Oh, Sherlock, Schau mal, Du hast mittlerweile Zuschauer bekommen” – mit Fingerzeig auf die Spaziergänger am vermeintlichen “Aufprallort”. Was heißt hier “Spaziergänger”, vielleicht wäre “Mitglieder des Obdachlosen Netzwerk” zutreffender? Wir wissen, daß die Schnell sind! Außerdem sind’s hilfsbereite Menschen, die Sherlock schon beim Aufspüren der stillgelegten Schokoladen-Fabrik auf die richtige Spur gebracht hatten.

So. Nachdem all diese “Zufälle sich zusammengetragen haben”, wird Sherlock von Sanitätern mirnixdirnix auf eine Trage gehievt und ebenso schnell weggekarrt. Die “Helden in weiß”, gut möglich, daß diese von Sherlock angeheuert waren.

Zu guter letzt: Das leichteste wäre wohl, den Todes-Report zu faken. Erst recht dann, wenn man eine Freundin in der Pathologie hat, und einen Bruder beim MI5. Tada: Die Auftragskiller glauben, Sherlock sei tot. Seine Freunde somit gerettet, wenngleich Watson ziemlich traumatisiert – und nicht wirklich “gerettet” ist.

Aber Sherlock nicht tot! Natürlich nicht. Nur seine Legende … zumindest für jetzt ..

Ihr seht, es ist eigentlich sooo simpel. Eigentlich. Und nur dann, wenn man Sherlock Holmes heißt.


Tags: Features,


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