Hell on Wheels (AMC) Pilot – Kurz Kritik
Gepostet von Seba Canel am
Sean: “Do you not believe in a higher power?”
Cullen: “Yes, sir. I wear it on my hip.”
Originaltitel: Hell on Wheels
Genre: Western, Period Drama
Season: 1 (Pilot)
Created by: Joe Gayton, Tony Gayton
Cast: Anson Mount, Common, Dominique McElligott, Colm Meaney, Ben Esler, Eddie Spears, Phil Burke
US TV-Premiere: AMC
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(Seba)
We are in “Hell on Wheels”: Wir schreiben das Jahr 1865 im mittleren Westen der USA. Abraham Lincoln ist tot. Das Land und seine Bevölkerung leckt seine Wunden des gerade zu Ende gegangenen Bürgerkrieges. Ein gewisses Chaos regiert. Unbehagen bei den Menschen über die unsichere Zukunft, von der Sie nur wissen daß Sie glorreich werden soll. Und genau diesen Umbruch wollen sich einige skrupellose Geschäftemacher zu nutzen machen. Koste es was es wolle. Die Zukunft soll Ihnen gehören.
Mittendrin auch der Held der Geschichte: Cullen Bohannon, ein einstiger Sklavenhalter und Ex-Soldat der Konförderierten, der sich nach dem Ende des Krieges auf die Suche nach den Mördern seiner Frau macht, Soldaten der Nordstaaten. Seine Suche nach Rache führt ihn westwärts nach Nebraska in die gesetzeslose Stadt Hell on Wheels, welche sich mit dem Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn immer weiterbewegt. Die Dinge verschlimmern sich, als ein Stamm der Cheyennen die Stadt angreift, fest entschlossen das Projekt der transkontinentalen Eisenbahn zu zerstören, da sie durch ihr Revier gebaut wird. (wiki)
Hier der Trailer:
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Zugegeben, ich bin leider nicht alt genug um zu wissen, wie das damals in den guten alten 1860ern ausgesehen haben muss. Und einen Ur-Großvater, der soviele weiße Haare auf dem Kopf hat, den habe ich leider auch nicht: Wie war das wirklich mit den Indianern und Cowboys? Wieviel Skalpe hatte ein durchschnittlicher Cheyenne in seinen vier Wänden aufgehängt, wie wir “Hippies” heute in unseren 52m² Wohnungen? Wie waren die Saloon’s von damals? Wie die Prostituierten? Wie sündhaft lecker der Whiskey? Und alle mal gefragt: Wieviel Prozent hatte eigentlich das von hand gebraute Zeugs, das zur festen Mahlzeit eines jeden Mannes aus dem Westen war?
Fragen über Fragen, und noch ganz viele mehr. Einige der Antworten darauf gibt Hell on Wheels, daß uns in eben jene Zeit Epoche der amerikanischen Geschichte versetzt, und das richtig gut, wie ich finde: Das Setting von Hell on Wheels ist einsame spitze. Angefangen bei der ländlichen Gegend die dem Arsch der idylischen Heide gleicht, hinzum ganzen Pipapo wie man sich den vielleicht so vorstellt. Geschlafen wurde in provisorisch aufgeschlagenen Zelten, Hygiene wurde hier und da und manchmal auch im Fluß betrieben. Cowboys, die zuviel Manneskraft in sich hatten, konnten diese direkt neben den provisorisch errichteten Kirchen rauslassen, wo käuflich zu erwerbende Prinzessinnen (umgangssprachlich: “Nutten”) Ihre Rot-Licht Gehege aufgeschlagen haben. Whiskey (oder was immer die damals alles in sich reingekippt haben) wurde mit Poker, Tabak und einem Gerstenhalm zwischen den Zähnen konsumiert. Ja. Ich denke, so kann man sich den guten alten Westen der “einfachen” Cowboys vorstellen. Das die Reichen und Mächtigen, dafür aber nicht unbedingt schönen, zur damaligen Zeit etwas besser hausten, dürfte klar sein. Die hatten sogar damals schon Telegraphen (Erklärung für Apple-User: das ist sowas wie ein Handy mit Lankabel nur ohne Touchscreen) und üppige vier Wände, so aristrokaten Behausungen, die dem Weissen Haus ähneln.
Das zur damaligen Zeit nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen gewesen war, dürfte ebenso klar sein. Zwar ist der Bürgerkrieg zu Ende, und ganz Amerika hat sich wieder lieb, aber ein paar Dinge haben sich eben nicht geändert: Sklaven, meist Afro-Amerikaner die im Bürgerkrieg als Kanonenfutter dienten, sind noch immer zum sterben verdammt: Jetzt müssen sie allerdings nicht mehr ballern, sondern ackern, und zwar bis zum umfallen. In für das erste Eisenbahn Netzwerk, das sich nach Vollendung durch das ganze Land ziehen soll. Und genau das widerum finden einige Indianerstämme, darunter die Cheyenne, nicht so witzig. Schließlich sollte das Schienennetz durch Ihre heilige Steppe gebaut werden. Ärger, Stunk, Morde, flitzende Pfeile und Skalpe sind da vorprogrammiert.
Die Story kingt nicht nur, sondern ist eigentlich auch ganz interessant. Ich mein, wer wollte, wenn er/sie nicht gerade Prinzessin oder Prinz werden wollte, als Kind nicht gerne so sein wie Winnetou oder Old Shatterhand? Richtig!
Winnetou hat Hell on Wheels zwar nicht zu bieten, dafür aber einen Cowboy. Der ist zwar auch nicht so wirklich ein Ebenbild von Shatterhand, hat aber wenigestens das gewisse etwas. Ausgestattet mit Prinzipien und einem klaren Ziel vor Augen: Rache, die sich aber erst mit den folgenden Episoden so richtig entwickeln wird, dann wenn alle Fäden der Geschichte und die Handvoll Protagonisten ineinander laufen. Es wäre also blöd, jetzt hier zu schreiben, wie toll doch die Serie ist und was sie nicht alles zu bieten hat. Das kann man noch nicht. Abwarten. Allerdings behaupte ich einfach mal, daß die Geschichte was zu bieten hat. Beispielsweise das Potential ein gutes Period Drama zu werden, daß von einem sehenswerten Cast — u.a. Anson Mount (gelegentlich Gastrollen in anderen TV-Serien), Common (Rapper), Colm Meaney (The Conspirator) und Dominique McElligott (The Guard) — getragen wird. Eine interessante Geschichte, die im TV und Film Biz schon immer gerne aufgegriffen wird und wurde, aber in der heutigen Zeit nicht mehr so präsent ist, neben all den Vampiren, Hexen, Krimiserien und Konsorten. Inklusive einem vielleicht, vielleicht auch nicht, authentischem Setting (daß ich aber so oder so großartig finde!)
Spannend wird also sein, wie sich die Serie entwickeln wird. Wie die Figuren zusammenstossen werden, und was es darüber hinaus sonst noch so zu erzählen gibt. Ich bin gespannt und werd in jedem Fall erstmal weiterschauen, und wenn es nur deswegen ist, um herauszubekommen, wieviel Prozent Alkohol der damalige Schnaps hatte ..
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Tags: Editor Picks, Meinungen, Period-Drama, Western, Anson Mount, Ben Esler, Colm Meaney, Common, Dominique McElligott, Eddie Spears, Hell On Wheels, Joe Gayton, Kritik, Phil Burke, Tony Gayton
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